Dresden / Erfurt – Die Warnungen der Politik klingen dramatisch: Nach den jüngsten politischen Entwicklungen droht Deutschland eine Völkerwanderung ungeahnten Ausmaßes. Es könnte die Kommunen nun mit voller Härte treffen: Die Rückkehr der deutschen Fachkräfte.
Experten sprechen bereits von einer „Rückkehrwelle historischen Ausmaßes“. Aus der Schweiz, Österreich, Skandinavien und sogar aus den entlegensten Winkeln Westdeutschlands machen sich Zehntausende auf den Weg zurück in die Heimat. Grund dafür ist das vollmundige Versprechen rechter Politikstrategen, wonach der Wahlsieg der AfD den Standort plötzlich so attraktiv macht, dass im Ausland lebende Leistungsträger scharenweise ihre Koffer gepackt haben.
Gut situierte Heimkehrer: Fachkräfte auf dem Weg zurück in die alte Heimat.
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Erstaufnahmeeinrichtungen in Turnhallen und Notlager am Bodensee
Die Lage an den Grenzen spitzt sich minütlich zu. Vor allem am Grenzübergang zur Schweiz stauen sich die Schweizer Oberklasse-Kombis und SUVs Stoßstange an Stoßstange. Tausende Ingenieure, IT-Spezialisten und Chefärzte warten geduldig in kilometerlangen Kolonnen auf ihre Registrierung.
„Wir sind auf dieses Ausmaß schlicht nicht vorbereitet“, erklärt ein sichtlich erschöpfter Einsatzleiter des Katastrophenschutzes nahe Lindau. „Wir mussten auf dem Messegelände bereits Behelfsunterkünfte und Notlager errichten. Die Rückkehrer sind entkräftet, viele haben seit Stunden keinen frischen Matcha Latte mehr getrunken.“
Besonders dramatisch ist die Situation an der ehemaligen innerdeutschen Landesgrenze: Tausende gut ausgebildete, junge Frauen, die in den letzten Jahren nach Hamburg, München oder Frankfurt gezogen waren, drängen nun geschlossen zurück gen Osten. In den Grenzregionen Thüringens und Sachsens wurden vorsorglich Turnhallen mit Feldbetten ausgestattet, um den Ansturm der Facharbeiterinnen abzufangen.

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Integration als Herkulesaufgabe: „Wir müssen Vorurteile abbauen“
Doch mit der reinen Unterbringung ist es nicht getan. Sozialarbeiter warnen bereits vor den immensen kulturellen Gräben, die es nun zu überwinden gilt.
„Viele dieser Menschen haben jahrelang in hochfunktionalen Demokratien oder in westdeutschen Großstädten mit funktionierendem ÖPNV und funktionierender Verwaltung gelebt“, gibt eine Soziologin zu bedenken. „Man kann sie nicht einfach ohne Betreuung wieder in den ländlichen Raum eingliedern. Wir müssen behutsam Integrationskurse anbieten, in denen ihnen erklärt wird, wie man Formulare wieder analog per Fax einreicht und warum Bedenkenträgertum hierzulande zum guten Ton gehört.“
Auch in der einheimischen Bevölkerung regt sich Skepsis. Viele Anwohner sorgen sich um den sozialen Frieden: „Wer garantiert uns denn, dass diese Schweizer Rückkehrer nicht ihre überhöhten Gehaltsvorstellungen mitbringen und die Preise beim Bäcker kaputtmachen?“, fragt ein besorgter Bürger vor Ort.

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Aufruf an die Bevölkerung: „Das schaffen wir nur gemeinsam!“
Die Landesregierungen richten derweil einen eindringlichen Appell an die Zivilgesellschaft. In einer gemeinsamen Erklärung rufen sie zu Solidarität und Nachbarschaftshilfe auf:
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Aufnahmekapazitäten unserer Städte und Gemeinden sind erschöpft. Wir stehen vor einer Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Wenn bei Ihnen nebenan eine zurückgekehrte Ingenieurin oder ein heimgekehrter IT-Spezialist einzieht: Reichen Sie ihnen die Hand! Spenden Sie alte Klappräder, helfen Sie beim Ausfüllen von Wohngeldanträgen und zeigen Sie ihnen, dass man auch ohne funktionierendes WLAN überleben kann. Es liegt an uns allen, diese Menschen jetzt menschenwürdig aufzunehmen.“
Ob die Welle der Heimkehrer in den kommenden Wochen abebbt oder ob Deutschland bald den Notstand ausrufen muss, bleibt abzuwarten. Erste Hilfsorganisationen haben bereits damit begonnen, Versorgungszelte mit Filterkaffee und Vollkornbrot an den Autobahnraststätten aufzubauen.
