Wie oft muss man den Wasserfilter wechseln?

Die Besitzer von Kaffeevollautomaten von Jura, Siemens, Delonghi oder Philips kennen es sicher: gerade will man sich einen Kaffee zapfen, da zeigt die Maschine „Filter wechseln“!

Die Wasserfilter für Kaffeevollautomaten sind nicht günstig, daher sollte man vor dem Kauf einer neuen Kaffeemaschine bedenken, welcher Hersteller hier die Lösung mit den geringsten laufenden Kosten hat. Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Vergleich der Wartungszyklen für den Filtertausch verschiedener Hersteller.

Die in der Tabelle angegebenen „Kosten pro Monat“ sind auf der Annahme gerechnet, dass man die jeweilige Filterkapazität nicht ausschöpft, sondern den Filter entsprechend des angegebenen Zyklus wechselt.

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Vergleich der Filtersysteme

HerstellerSystemFilterwechselStückpreis (ca.)Kosten pro Monat
DeLonghiDLSC002alle 2 Monate7,- €3,50 €
JuraClaris:
Claris Blue
Claris Smart
Claris White
alle 2 Monate oder
nach 50 Litern
12,- €6,- €
KrupsClaris Aquaalle 2 Monate oder
nach 50 Litern
12,- €6,- €
MelittaClaris (Pro Aqua)alle 2 Monate oder nach 50 Litern11,-5,50 €
Philips / SaecoAquaCleanalle 3 Monate12,- €4,- €
SiemensBRITA Intenzaalle 2 Monate oder nach 50 Litern12,-6,- €
Wann muss man den Filter der Kaffeemaschine wechseln?

Die vorab angegebenen Stückpreise beziehen sich auf Packungsgrößen mit mehreren Filtern. Einzelne Filterpatronen sind ca. 20% teurer.

Wenn man die Produktbeschreibung von Philips liest, fällt eine etwas seltsame Angabe auf: „Kein Entkalken für 5000 Tassen bei 8 mal Filter wechseln“. Hier kann schnell der Eindruck entstehen, dass der Filter eine besonders hohe Kapazität hat. Tatsächlich liegt sie, bei einer angenommenen Tassengröße von 125 ml bei 5000 / 8 x 0,125 ml = 78 l.

Siemens gibt zum Filtersystem BRITA Intenza an, dass man mit den 50 Litern 400 Tassen Kaffee zubereiten kann. Diese Rechnung basiert auch auf 125 ml je Tasse.

Vieltrinker müssen damit rechnen, dass sie diese Mengen auch vor Ablauf der Wechselfrist erreichen. Denn zum Einen ist die Kaffeemenge von 125 ml sehr gering gerechnet, außerdem wird zusätzlich Wasser für die Dampferzeugung und Reinigungsvorgänge verbraucht. Diese Reinigungsvorgänge finden häufig beim Ein- oder Ausschalten der Maschine statt, so dass die Nutzungshäufigkeit hier auch eine Rolle spielt.

Fazit

Unterm Strich kann man feststellen, dass die Systeme der unterschiedlichen Hersteller alle in einer ähnlichen Größenordnung liegen. De’Longhi hat hinsichtlich der laufenden Kosten die Nase vorn.

Hersteller wie Grundig oder Miele, die ebenfalls Kaffeevollautomaten in ihrem Produktportfolio haben, verzichten z.T. auf den Einsatz von Filtersystemen. Das wiederum hat zur Folge, dass der Aufwand zur Reinigung der Geräte steigt.

Neben den laufenden Betriebskosten, die durch Filter und auch Reinigungsmittel (flüssig oder in Tablettenform) entstehen, sollte man sich bei der Auswahl eines neuen Kaffeevollautomaten auf weitere Aspekte, wie z.B. Bedienbarkeit, Möglichkeiten zur Reinigung, Einstellmöglichkeiten und natürlich Getränkequalität konzentrieren. Kleiner Tipp: Interessant ist auch, welche Brühleistung die jeweiligen Geräte wirklich bringen, d.h. wie warm das Getränk tatsächlich ist.